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Neues aus Beimerstetten

Artikel vom 27.12.2018

Enthärtungsanlage im Wasserwerk Ehrenstein

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Ulmer Alb (Zweckverband) hat am 16. März 2016 den Bau einer Enthärtungsanlage beschlossen. 44.000 Einwohner, der im Versorgungsgebiet des Zweckverbandes zusammengeschlossenen 9 Städte und Gemeinden werden voraussichtlich ab Beginn des Jahres 2020 mit Trinkwasser versorgt, das dann einen Härtegrad von ca. 12°dH (bisher 19 °dH) aufweist und damit der Härtestufe 2 (mittel) zuzuordnen ist. Die umfangreichen Ingenieurleistungen für den Bau eines neuen Betriebsgebäudes, für die Verfahrenstechnik und weiteren Fachplanungen sind abgeschlossen. In den Verbandsversammlungen des Zweckverbandes am 10. Oktober 2018 und am 28. November 2018 wurden ca. 90 % aller Bauleistungen vergeben. Die Enthärtungsanlage mit Baukosten von voraussichtlich 4,2 Millionen Euro ist das größte Investitionsprojekt des Verbandes in seiner über 100-jährigen Geschichte. Erfreulich ist, dass die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2012 ermittelten Baukosten unter Berücksichtigung kleinerer baulicher Ergänzungen und den zwischenzeitlich eingetretenen Baupreissteigerungen eingehalten werden können. Dies gilt ebenso für die prognostizierte Erhöhung der Verbandsumlage mit ca. 15 Cent je Kubikmeter bezogener Wassermenge, die von den versorgten Städten und Gemeinden an den Zweckverband zu entrichten ist.

Am 4. Dezember 2018 fand im Beisein des Verbandsvorsitzenden Herrn Bürgermeister Rainer Braig, Dornstadt, des stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Herrn Bürgermeister Thomas Kayser, Blaustein, dem Geschäftsführer Herrn Wolfgang Eisele von der Landeswasserversorgung und Vertretern der beteiligten Ingenieurbüros und ausführenden Baufirmen sowie den Mitarbeitern der für die technische und kaufmännische Betriebsführung verantwortlichen Landeswasserversorgung, Vertretern der Presse und Vertretern der Verbandsmitglieder in der Verbandsversammlung ein öffentlicher Spatenstich statt. Der Verbandsvorsitzende Bürgermeister Braig ging dabei nochmals auf die Entscheidungsfindung sowohl im Zweckverband als auch in den Gemeinderäten der beteiligten Städte und Gemeinden ein. Er sprach dabei seinen Dank an alle Beteiligten aus, die dazu beigetragen haben, dass der Beschluss zum Bau der Enthärtungsanlage nahezu einstimmig erfolgt ist. Weiter führte Bürgermeister Rainer Braig aus: „Ich gehe nun davon aus, dass die anstehenden Bauarbeiten zügig erfolgen und frei bleiben von Unfällen, sodass der ambitionierte Zeitplan auch eingehalten wird“.

Mit dem Bau der Enthärtungsanlage ändert sich teilweise auch das Versorgungskonzept des Zweckverbandes. Das Rohwasser aus den 3 Brunnen wird zukünftig zentral im Wasserwerk Ehrenstein aufbereitet. Ein wesentlicher Teil der Aufbereitungstechnik sind 2 Enthärtungs- Reaktoren, die i. d. R. redundant betrieben werden. Dem Rohwasser wird dabei Kalkmilch und Impfsand in einem Wirbelbett zugemischt, wodurch im Rahmen einer physikalischen Reaktion Calciumcarbonat (Kalk) in Form von bis zu 2 mm großen Pellets als Wertstoff ausfällt. Die Pellets werden der landwirtschaftlichen Verwertung zugeführt. Täglich werden ca. 7.000 Kubikmeter Trinkwasser so aufbereitet, die maximale Kapazität liegt bei 10.000 Kubikmeter täglich. Die jährliche Wasserabgabe des Zweckverbandes an seine 9 Verbandsmitglieder beträgt ca. 2,7 Millionen Kubikmeter. 

Zur Unterbringung der Verfahrenstechnik wird östlich der bestehenden Filterhalle in Ehrenstein ein neues Gebäude mit einer Fläche von rund 200 m² und einer Höhe von ca. 12 Metern erstellt. Entsprechende Teilflächen hierzu hat der Zweckverband von der Stadt Blaustein und einem privaten Eigentümer erworben. Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis als zuständige Genehmigungsbehörde für den Bau hat das Baugenehmigungsverfahren im Benehmen mit der Stadt Blaustein zügig abwickeln können. Zum Ausgleich der Eingriffe in Flora und Fauna wird der Zweckverband entsprechende Ausgleichsmaßnahmen umsetzen.

Im Vorgriff auf den Bau der Enthärtungsanlage wurden bereits Baumaßnahmen überwiegend im Jahr 2017 im Bereich der hydraulischen Einrichtungen (Förderpumpen, Rohrleitungen), der elektrotechnischen Ausrüstung (Trafostation, Kabelarbeiten) und Umbauarbeiten im Förderwerk in Ehrenstein umgesetzt.

Nach dem derzeitigen Bauzeitenplan sollen die Bauarbeiten bis Ende des Jahres 2019 abgeschlossen sein. Anschließend erfolgt ein mehrmonatiger Testbetrieb, bevor die Anlage endgültig in Betrieb geht und weicheres Wasser an die Verbandsmitglieder geliefert wird.

 

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