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Neues aus Beimerstetten

Autor: Silke Merk
Artikel vom 11.03.2020

Ortsmitte in Beimerstetten - weitere Infomationen

Die Information auf der Homepage der Gemeinde war leider ein längeres Projekt. Jetzt sind die Infos unter www.beimerstetten.de/ortmitteundbuergerhaus/ abrufbar.

Über persönliche Gespräche, einen regen Austausch und durch die bereits ca. 30 ausgefüllten Rückmeldezettel erhielten wir bereits einiges an Rückmeldung.
Zur Bürgerinfoveranstaltung haben wir auf der Titelseite eingeladen. Mit Nachdruck arbeiten aktuell viele Personen, damit wir dort nähere und konkretere Informationen liefern können.

Hier schon ein paar Antworten auf Fragen:

1)    Was ist der Vorteil von einer Entscheidung zu diesem Zeitpunkt?

Wenn man das Projekt umsetzen möchte, dann haben wir aktuell folgende Vorteile:
Durch die noch laufenden Fördermöglichkeiten im Sanierungsgebiet ist eine hohe Förderung möglich. Das Sa-nierungsgebiet läuft ansonsten aus. Eine neue Aufnahme ist nicht sichergestellt. Dadurch wird eine künftige Förderung deutlich schwieriger.
Die Baukostensteigerung der letzten Jahre beträgt ca. 5 %/Jahr. Bei ca. 3,9 Mio. € Investition wären dies ca. 195.000 € Kostensteigerung im Jahr.
Die Kreditkonditionen sind aktuell günstig. Tagesaktuell schwanken die Konditionen bei der KfW zwischen 0,69 % (Stand Januar) und 0,13 % (Stand Februar).

2)    Können wir uns dann noch was anders leisten?

Wie zu Hause auch, setzen Sie Prioritäten und wenn Sie eine große Ausgabe tätigen, müssen Sie generell den Gürtel enger schnallen. Das ist bei der Gemeinde ebenfalls so. Wir zu Hause legen wir Wert darauf, nicht in eine finanzielle Situation zu kommen, wo wir nicht mehr „atmen“ können. Notwendige Maßnahmen sollen trotzdem durchgeführt werden können. Nicht alles gleich, nicht al-les immer perfekt, nicht alles gleichzeitig.
Ein Rückblick hat z.B. gezeigt, dass in den Jahren 2012 bis 2019 über 10 Mio. € ausgegeben wurden; ca. 1/3 davon konnte über Fördermittel abgedeckt werden. Eine gute Finanzierung auch dieses Projekts ist uns wichtig.

3)    Wie soll denn die Gastronomie in Beimerstetten laufen und ist das Hotel nicht zu groß?

Um gute Voraussetzung für einen guten Gastronomen zu schaffen, haben wir uns fachlich begleiten lassen. Von einem „kleinen Café“, welches aber auch abends offen hat und einer „kleinen Wirtschaft“ ist es momentan sehr schwer, dass davon jemand leben kann. Deshalb streben wir eine zukunftsfähige Lösung an.
Diese benötigt wohl mehrere Standbeine und ein gutes – nicht identisches - Konzept. Das Hotel und somit die übernachtenden Gäste sorgen für eine gewisse Grundauslastung. Der Standort mit kurzen Anbindungen an die Autobahn und in unmittelbarer Nähe der kompletten Ulmer Gewerbeentwicklung wird als gut angesehen. Die Größe resultiert dann auch aus wirtschaftlichen Ansätzen, was notwendig ist, um z.B. eine Rezeption dauerhaft besetzen zu können usw. Auch für Feste, Feiern und Seminare ist eine gewisse Anzahl an Betten und Zimmern notwendig. Wo genau die Anzahl dann zwischen 70 und 100 liegen wird, zeigt sich in der Weiterentwicklung.
Ziel wäre jetzt ein möglichst gutes, sogar optimales Konzept, zu entwickeln und dann einen sehr guten Betreiber zu bekommen, welcher dieses zukunftsfähig umsetzt.
Was passiert denn, wenn es gelingen würde?
Wenn es nicht gelingt, kann später immer noch eine andere Konzeption mit dieser Erkenntnis entwickelt werden.

4)    Nutzt es was, wenn ich noch was sage? Oder ist schon alles entschieden?

Ja, es nutzt was und wir möchten Ihre Meinung hören und sind alle sehr dankbar für konstruktive Beiträge. Mit diesen setzen wir uns auch ernsthaft auseinander.
Würde der Gemeinderat und der Bürgermeister nicht hin-ter dem Grundkonzept und der Grundidee stehen, sich die Umsetzung nicht vorstellen können und keinen namhaften finanziellen Aufwand einsetzen wollen, hätte man das Konzept so auch nicht vorgestellt.
Eine Umsetzung soll aber mit einer breiten Unterstützung erfolgen, da es ein Projekt für alle Altersgruppen in der Bevölkerung ist und viele geforderten Einrichtungen und Räumlichkeiten abdecken würde. Deshalb bieten wir Beteiligung in unterschiedlicher Form an, sind alle als An-sprechpartner vorhanden und stellen die verschiedenen Stände in Bürgerinfoveranstaltungen vor. Ein Gremium, welches schon seit so vielen Jahren so viele große Projekte in der Gemeinde vorbereitet, präsentiert, finanziert und durchgeführt hat, wird dann danach die Entscheidung treffen, was nach der Beteiligung wann und wie umgesetzt werden soll. Die Chance eine Ortsmitte komplett neu zu gestalten, kommt nicht so oft wieder und diese Möglichkeit haben auch nicht viele Gemeinden.
Ob das Bürgerhaus zwei- oder dreigeschossig erstellt wird, hängt z.B. von der angedachten Nutzung und von der Rückmeldung möglicher Nutzer ab. Das Konzept „mehrfach genutzte Räume durch mehrere Nutzer“ stellt sicher, dass die Räume nicht die meiste Zeit leer stehen, sondern genutzt werden.

5)    Was ist mit zu betrachten?

Östlich von Beimerstetten wird an der Bernstadter Straße ein Pflegeheim und Wohnungen erbaut. Dadurch kann das örtliche Pflegeheim dorthin umziehen und erfüllt dann die entsprechenden Vorgaben. Darüber haben wir bereits berichtet. Aktuell werden die Planungen überarbeitet, Gespräche mit den Nachbarn/Grundstückseigentümern geführt und dann die Umsetzung angegangen.
Die künftige Weiterentwicklung mit Wohnbau ist im Flächennutzungsplan im Osten von Beimerstetten vorgesehen. Könnten dort dann einmal weitere Gebiete erschlossen werden, ist das Pflegeheim in den Ort eingebunden.
Pflegeheim und neu gestaltete Ortsmitte mit Bürgerhaus, Gastronomie und Hotel liegen somit unmittelbar in der Nähe und können voneinander profitieren.
Durch den Umzug von mehreren Nutzern aus dem Grundschulgebäude in das Bürgerhaus (Gesangverein, Musikschule, Volkshochschule) steht das Grundschulgebäude vollständig der Schule zur Verfügung. Damit können die steigenden Anforderungen an den Platzbedarf für die KERNI- und Nachmittagsbetreuung und die anstehenden Anforderungen zur Erfüllung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung an Grundschulen deutlich besser erfüllt werden. Dies haben auch erste kleine Zwischenergebnisse aus der beauftragten Grundschulkonzeption bestätigt. Eine Investition ins Bürgerhaus und der Umzug von Nutzern aus der Grundschule reduzieren somit die Investitionen im Grundschulbereich und die Lösungen können dort ganz an den Schulanforderungen entwickelt werden.
Die Bahnhofstraße mit ihren Geschäften und Angeboten ist wichtig und soll weiterhin unterstützt werden. Deshalb ist die Entwicklung der Ortsmitte auch schwieriger. Aber es ist möglich und Ziel der aktuellen Planungen in beiden Bereichen. Die zusätzliche Verlagerung von Bürgerhaus und Gastronomie in die Bahnhofstraße ist aus Platzmangel nicht möglich und würde ein Zentrum mit Platzgestaltung etc. nicht in dieser Form ermöglichen.
Das „Haus Moll“, Dornstadter Straße 2 wird von vielen Vereinen und Gruppen genutzt. Das Gebäude ist aber weder barrierefrei, noch mit den Räumen an die Anforderungen optimal angepasst und wird von der Nutzung in der Zukunft noch in Frage gestellt werden. Wird auch die-ses Gebäude längerfristig frei, kann die Ausgestaltung des Knotenpunkts ein neues Konzept für das Grundstück am Eingang zur Bahnhofstraße neu gedacht werden. Vorerst würden die Flüchtlinge aus der Vorderen Straße nach Abbruch des dortigen Gebäudes u.a. in das Haus Moll umziehen.
Die aktuellen Angebote im Haus Moll (Nachbarschaftshil-fe, Repair Cafe, Kaffeenachmittage, Treffen von Gruppen und Vereinen usw.) konnten sich nur entwickeln, weil die Gemeinde Räume anbieten konnte. Somit hatte bürgerschaftliches Engagement auch in kleinen Gruppen eine Chance sich zu entwickeln. Auch das ist ein Ansatz des neuen Bürgerhauses mit noch besseren Rahmenbedin-gungen.

6)    Wird in der Bürgerinformationsveranstaltung am 19.03.2020 schon alles ausgearbeitet
        sein?


Nein, das ist gar nicht möglich. Es findet eine Konkretisierung von Überlegungen statt. Die Kosten sind immer noch auf der Basis eine Kostenschätzung (über Kubatur und noch nicht nach Gewerken). Auch die Planung wird anschl. immer noch verfeinert. Der Grundsatz wird verbessert dargestellt.
Die Art der Gastronomie und das Konzept dafür wird ein wenig angepasst und auch anschließend noch weiter vorangebracht.
Das Bürgerhaus muss zuerst geklärt werden, da wir das Gesamtkonzept in Bauabschnitten umsetzen müssen. Auch dieses Vorgehen wird dort erwähnt werden. Für Investoren- und Betreibersuche bleibt anschließend noch Zeit.

7)    Gibt es eine Gewähr, dass das Gesamtkonzept genau so auf jeden Fall umgesetzt werden
        kann?


Eine 100%ige Sicherheit bei solchen Projekten gibt es nicht. Es gibt Chancen und Ziele, die man nutzen möchte und auf das man hinarbeitet. Wenn wir das optimale Ziel erreichen, könnte man sicherlich zufrieden sein. Wenn wir es nicht ganz erreichen, gibt es auf diesem Weg dann auch noch weitere angepasste Lösungen. Eine Gewähr kann nicht gegeben werden, allerdings muss man dann nach der Bürgerinfoveranstaltung eine Entscheidung treffen, ob man ein dann formuliertes Ziel erreichen möchte. Anschließend setzen wir mit unseren Begleitern alles daran, dieses formulierte Ziel dann bestmöglich zu erreichen.

Es gibt insgesamt noch viel Arbeit in diesem Projekt, aber es liegen auch viele Chancen darin, welche man nutzen kann.

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