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Neues aus Beimerstetten

Autor: Silke Merk
Artikel vom 29.10.2020

Schöner Herbst, wenn da nicht Corona wäre...

Die herbstlich gefärbten Bäume taugen momentan gut, um innezuhalten, sich an der Natur zu erfreuen, durchzuatmen und sich für alles, was so kommt, zu motivieren.
Der Alltag von vielen Leuten wird aktuell noch stärker vom neuen Virus beeinflusst. Die Regeln werden verschärft, da die „Fallzahlen“ steigen.
Auch Beimerstetten bleibt davon nicht verschont. Wie Sie bereits der Presse und auch unserer Homepage entnehmen konnten, ist auch das Pflegeheim in Beimerstetten von Corona-Infektionen betroffen. Wir wüschen den Betroffenen alles Gute.
Das Landratsamt hat über die aktuellen Stände mit Pressemitteilungen informiert. Mehrere Bewohner und Mitarbeiter*innen waren betroffen bzw. wurden als Kontaktpersonen der Kategorie I eingestuft. Nach neuester Meldung vom Dienstag sind 9 Bewohner und 3 Mitarbeiter positiv getestet worden. Das umsichtige Handeln der Betreiber und Mitarbeiter des Pflegeheims kombiniert mit der in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt aufgetragenen Infektionsschutzmaßnahmen trägt hoffentlich zur Eindämmung bei.
Aktuell haben wir zusätzlich zu den Personen im Pflegeheim 5 weitere positive Fälle und 35 Kontaktpersonen der Kategorie I.
Durch Fälle in verschiedenen weiterführenden Schulen und durch Kontakte im Zusammenhang mit Jugendfußballspielen wurden einige Personen positiv getestet und eine größere Zahl zusätzlich in Quarantäne versetzt. Manche Herkunft der Ansteckung konnte auch nicht nachvollzogen werden.
In den letzten Tagen wurde wieder klar, wie schnell es gehen kann und wie schnell das Gesundheitsamt trotz aller Anstrengung an die Grenze des Leistbaren kommt. Zeitverzögerungen waren die Folge und Zeit ist entscheidend und wichtig!
Das Rathausteam ist als anordnende Behörde ebenso ständig beteiligt und auch am Wochenende tätig.
Es war vorbildlich, wie sich viele Betroffene verhalten haben und ihre möglichen Kontaktpersonen nicht nur schnell an die Behörden weitergaben, sondern schon vorab die Kontaktpersonen informiert haben. So konnten diese schnell reagieren, sich in freiwillige Quarantäne begeben und ggfs. einen Test machen lassen. Dabei wurde Zeit gewonnen und die Infektionskette schnell durchbrochen. Dafür großen Respekt an die Meldenden und diejenigen, die sich so verantwortlich verhalten haben! Herzlichen Dank für das umsichtige Handeln!
Nicht oft ist man sich bei etwas so einig, wie beim Coronavirus: „Das Ding nervt gewaltig – ALLE“. Wir wollen es gesund und schnell hinter uns bringen, wollen unser „normales“ Leben wieder zurück, wollen feiern wie und mit wem wir wollen, wollen uns mit Oma/Opa treffen und sie umarmen, wollen nicht ständig nach neuen zu beachtenden Regeln Ausschau halten und so vieles mehr…
Trotz all dem müssen wir uns gedulden – das ist Fakt. Wir sind dabei gefordert wie seit Jahren nicht mehr. Es wird keine schnelle Lösung geben und wir werden uns noch eine ganze Zeit lang und mit Regeln beschäftigen müssen. Auch die Einhaltung dieser ist wichtig, dass die Ansteckungszahlen „im Rahmen“ bleiben – welcher dies auch immer ist. Nicht nur die gesundheitliche Gefahr ist zu beachten, sondern auch, dass viele bei erhöhten Kontakten sich 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Diese 14 Tage sind lang, der Keller irgendwann aufgeräumt und die besten Bücher ausgelesen. Es ist aber notwendig, um dieses verflixte Virus ein wenig in Schach zu halten. Die Hilfe von Familie, Nachbarn und Freunden klappt gut.
Viele verhalten sich sehr verantwortungsbewusst, manche nicht. Der Dank gilt ersteren! Gut so und weiter so! Vielleicht können wir ja auch noch ein paar andere überzeugen, sich auch verantwortungsbewusst zu verhalten – oder zumindest öfters. Das heißt nicht zwingend, dass man gar nichts mehr machen darf! Mit Freuden und/oder den Nachbarn und in der Familie treffen geht – vielleicht draußen – im Abstand – mit nicht ganz so vielen und nicht jeden Tag mit vielen anderen… - vielleicht verbunden mit einem Spaziergang oder mal digital… Umständlich, nicht so schön wie sonst – klar, aber sonst gefährden wir andere Prioritäten.
Der möglichst reibungslose und gesicherte Betrieb der Kindergärten, der Schulen und generell der Betreuung und die Arbeit in den Firmen aufrecht zu erhalten sind neben der Gesunderhaltung die obersten aktuellen Ziele.
Dabei sollten wir alles andere so in den Griff bekommen, dass durch konsequente Einhaltung aller Hygienevorschriften nicht der Kontakt zu denen unterbleiben muss, die es notwendig brauchen: die Kranken, die Älteren und die, welche alleine sind. Dafür lohnt es sich doch, sich einzuschränken bzw. sich clever und verantwortungsvoll zu verhalten!? Dies alles betrifft ALLE Altersgruppen. Auch ist es momentan nicht angesagt, alles, was rechtlich vielleicht möglich wäre, auch zu machen.
ABSTAND – HYGIENE - ALLTAGSMASKE – LÜFTEN steht über allen Regelungen und ist doch bei den allermeisten Leuten schon im alltäglichen Handeln fester Bestandteil. Der große Vorteil davon ist, dass nichts davon körperlich weh tut!
Momentan sind wir in Beimerstetten mit unseren Zahlen „hochroter Corona-Hotspot“. Ein weiterhin verantwortungsvolles schnelles Handeln, Rücksicht und Einsatz von Hirn sind aktuell nun dringend notwendig.
Ich bin überzeugt davon, dass dies gelingen kann, wenn allen die Notwendigkeit der Konsequenz bewusst ist. Es fehlt nicht viel, damit das Virus gewinnt – halten wir gemeinsam solidarisch dagegen!
Bleiben Sie gesund, motivieren Sie sich mit guter Laune bei schon kleinen Gelegenheiten, lassen Sie sich nicht von jeder Kleinigkeit nerven und unterstützen Sie die, die es brauchen.
Herzlichen Dank!
Ihr

Andreas Haas
Bürgermeister

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